Rüdiger Mann Fachberatung Jugendhilfe

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Rüdiger Mann
Fachberatung Jugendhilfe

Coaching für Fach- und Führungskräfte

Führung in der Jugendhilfe professionell gestalten

Führung in der Kinder- und Jugendhilfe gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben im sozialen Bereich. Führungskräfte tragen Verantwortung für Mitarbeitende, Kinder und Jugendliche, fachliche Qualität, wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Kooperationen und nicht zuletzt für die Entwicklung ihrer Organisation.
Gleichzeitig bewegen sie sich in einem Arbeitsfeld, das von hohen Erwartungen, komplexen Entscheidungsprozessen und oftmals knappen Ressourcen geprägt ist.
Gute Führung entsteht dabei nicht zufällig. Sie ist erlernbar und entwickelbar.
Genau hier setzt mein Coachingangebot an.

Von der Fachkraft zur Führungskraft

Die meisten Führungskräfte in der Jugendhilfe gelangen in ihre Position, weil sie zuvor gute und engagierte Fachkräfte waren. Sie verfügen über hohe fachliche Kompetenz, kennen die Praxis und genießen oft die Anerkennung ihrer Kolleginnen und Kollegen.

Doch Führung ist ein eigenes Handwerk.
Plötzlich stehen neue Fragen im Raum:

  • – Wie führe ich ehemalige Kolleginnen und Kollegen?
  • – Wie treffe ich schwierige Entscheidungen?
  • – Wie gehe ich mit Konflikten um?
  • – Wie schaffe ich Orientierung in unsicheren Situationen?
  • – Wie setze ich Grenzen?
  • – Wie entwickle ich mein Team weiter?
  • – Wie verbinde ich Fachlichkeit und Wirtschaftlichkeit?

Für diese Aufgaben gibt es in vielen Organisationen nur eine begrenzte Vorbereitung. Führungskompetenz entwickelt sich nicht automatisch mit der Übernahme einer Leitungsfunktion.

Deshalb brauchen neue Führungskräfte die Möglichkeit, ihre Rolle bewusst zu entwickeln, Sicherheit zu gewinnen und ihren eigenen Führungsstil zu finden.
Aus mehr als 25 Jahren Führungserfahrung in unterschiedlichen Leitungsfunktionen der öffentlichen Jugendhilfe kenne ich viele der Herausforderungen, mit denen neue Führungskräfte konfrontiert werden. Die Fragen, Unsicherheiten und Konflikte, die heute junge Leitungen beschäftigen, habe ich selbst erlebt oder über viele Jahre bei der Begleitung von Führungskräften beobachtet. Diese Erfahrungen fließen unmittelbar in mein Coaching ein.

Führung braucht Unterstützung

Gerade in der Jugendhilfe beobachten wir häufig, dass engagierte Mitarbeitende in Leitungspositionen wechseln und anschließend weitgehend auf sich allein gestellt sind. Die Folge können Überforderung, Frustration, gesundheitliche Belastungen oder der Rückzug aus der Führungsrolle sein.
Das ist weder für die betroffenen Menschen noch für die Organisation sinnvoll.

Meine Überzeugung ist: Gute Führungskräfte benötigen gerade in den ersten Jahren professionelle Begleitung. Wer Verantwortung für andere Menschen übernimmt, sollte selbst Unterstützung erhalten.

Coaching schafft den Raum, Herausforderungen zu reflektieren, Sicherheit zu gewinnen und die eigene Rolle bewusst zu gestalten.

Individuelle Begleitung statt Standardprogramme

Mein Coaching richtet sich sowohl an neue Führungskräfte in den ersten Jahren ihrer Leitungsverantwortung als auch an erfahrene Leitungen, die aktuelle Herausforderungen reflektieren, ihre Führung weiterentwickeln oder neue Perspektiven gewinnen möchten.
Jede Führungskraft bringt unterschiedliche Erfahrungen, Persönlichkeiten und Fragestellungen mit. Deshalb arbeite ich nicht mit standardisierten Programmen, sondern mit maßgeschneiderten Coachingprozessen.

Ein bewährtes Format ist die Begleitung neuer Führungskräfte im ersten Jahr ihrer Tätigkeit:

  • – 10 Coachingtermine à 90 Minuten
  • – verteilt über das erste Jahr der Führungsverantwortung
  • – digital oder in Präsenz
  • – orientiert an den konkreten Herausforderungen des Führungsalltags

Zwischen den Terminen können aktuelle Fragestellungen eingebracht und bearbeitet werden. Dadurch entsteht eine direkte Verbindung zwischen Coaching und täglicher Praxis.

Praxisnahe Unterstützung bei konkreten Herausforderungen

Beispiel 1: Vorbereitung auf ein schwieriges Personalgespräch

Eine Führungskraft muss mit einer Mitarbeiterin über wiederkehrende Leistungsprobleme sprechen. Die Situation ist emotional belastet und die Führungskraft befürchtet Konflikte oder Widerstände.
Im Coaching werden Gesprächsziele geklärt, Gesprächsstrategien entwickelt und mögliche Reaktionen vorbereitet. Die Führungskraft gewinnt Sicherheit und kann das Gespräch professionell, wertschätzend und zugleich verbindlich führen.

Beispiel 2: Ein Team verliert seine Orientierung

Nach dem Weggang einer langjährigen Leitung erlebt ein Team Unsicherheit, Gerüchtebildung und Konflikte. Die neue Führungskraft steht vor der Aufgabe, Stabilität herzustellen und gleichzeitig eigene Akzente zu setzen.
Im Coaching analysieren wir die Situation und entwickeln konkrete Schritte zur Teamentwicklung, Kommunikation und Gestaltung des Übergangs. Ziel ist es, Orientierung zu schaffen, Vertrauen aufzubauen und die Mitarbeitenden durch den Veränderungsprozess zu begleiten.

Themen im Coaching

  • – Die Inhalte orientieren sich an den konkreten Herausforderungen der jeweiligen Führungskraft. Typische Themen sind:
  • – Rollenklärung als Führungskraft
  • – Entwicklung des eigenen Führungsverständnisses
  • – Kommunikation und Gesprächsführung
  • – Schwierige Personalgespräche
  • – Konfliktmanagement
  • – Führung von Teams und Teamentwicklung
  • – Entscheidungsfindung und Prioritätensetzung
  • – Selbstmanagement und persönliche Resilienz
  • – Umgang mit Belastungen und Krisensituationen
  • – Veränderungsprozesse gestalten
  • – Aufbau einer konstruktiven Fehler- und Feedbackkultur
  • – Fachliche Steuerung und Organisationsentwicklung
  • – Zusammenarbeit mit Vorgesetzten, Trägern und Kooperationspartnern

Methoden und Werkzeuge

Im Coaching greife ich auf bewährte Methoden aus Führungskräfteentwicklung, Organisationsberatung und Personalentwicklung zurück. Dazu gehören unter anderem:

  • – Situatives Führen
  • – Systemische Beratung
  • – Lösungsorientierte Gesprächsführung
  • – Change Management
  • – Kommunikationsmodelle nach Schulz von Thun
  • – Teamentwicklung nach Tuckman
  • – Kollegiale Fallberatung
  • – Reflexions- und Entscheidungsmodelle für Führungskräfte

Dabei steht nie die Methode im Mittelpunkt, sondern die Frage, welche Unterstützung die Führungskraft benötigt, um ihre Aufgaben sicher und erfolgreich wahrnehmen zu können.

Mein Verständnis von Führung

Führung bedeutet für mich, Verantwortung zu übernehmen, Orientierung zu geben und Entwicklung zu ermöglichen.
Gute Führung verbindet fachliche Klarheit mit menschlicher Wertschätzung. Sie schafft Beteiligung, ohne Verantwortlichkeiten aufzulösen. Sie fördert Dialog, ohne Entscheidungen zu vermeiden. Gute Führung trifft Entscheidungen auf einer fachlich fundierten Grundlage, schafft Räume für Dialog und Beteiligung und übernimmt gleichzeitig Verantwortung für Orientierung und Verbindlichkeit.
Sie sorgt dafür, dass Mitarbeitende ihre Arbeit mit Motivation, Professionalität und Sicherheit leisten können.

Diese Haltung prägt auch mein Coaching.

Ich begleite Fach- und Führungskräfte dabei, ihren eigenen Weg in der Führung zu finden – fachlich fundiert, praxisnah und orientiert an den realen Herausforderungen der Kinder- und Jugendhilfe.
Denn gute Jugendhilfe braucht gute Führung.